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Hundekot über den Futtertrog auf die Teller?
Leider erleben Landwirte immer wieder, dass Spaziergänger Ihren Weg mitten durch Felder und Wiesen nehmen und dabei den Bestand niedertreten. Vielen Menschen ist nicht mehr bewusst, dass hier die Ausgangsmittel für ein Mehrzahl der Lebensmittel wächst, die am Ende auf den Tellern landen.
Völlig verhärtet sind vielerorts inzwischen die Fronten zwischen Hundebesitzern und Landwirten. Zwar ist es verständlich, dass Hundebesitzer ihren Vierbeinern in der Natur freien Lauf lassen wollen, aber man muss auch sehen, welche Probleme sich dadurch für die Landwirtschaft ergeben.
Beim Mäh- und Erntevorgang wird Hundekot großflächig auf das Futter verteilt. So verunreinigt der Kot eine große Futtermenge auf einmal. Wird dieses Weidefutter nun von Nutztieren gefressen, können Krankheitserreger übertragen werden. Als Beispiel dient dafür der Hundebandwurm, der im Verdacht steht, bei Rindern zu Fehl- oder Totgeburten zuführen.
Auch wirtschaftlich hat die Verunreinigung von Futterflächen weitreichende Folgen. So sind den Landwirten seitens der EU zunehmend schärfere hygienerechtliche Vorschriften bei der Gewinnung von Lebensmitteln auferlegt. Sind die Futtermittel verunreinigt, kann der Landwirt diese nicht einhalten. Im schlimmsten Fall bedeutet das, dass das Weidefutter nicht verwertet werden dürfen. Für die von ihm erzeugten Produkte, Fleisch oder Milch, trägt der Landwirt als Lebensmittelproduzent die volle Verantwortung.
Auch das Argument vieler Hundebesitzer, Kot sei gleich Kot, ist kaum haltbar. Hier muss man Fleisch- von Pflanzenfresser-Kot unterscheiden. Wird Gülle oder Mist in Form von Dünger auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht, so wird er vom Boden schnell aufgenommen. Weiterhin  erfolgt eine Übertragung von Krankheitserregern hauptsächlich durch Fleischfresser-Kot.

Wiesen und Äcker sind keine Hundeplätze
Klar, jeder Hund will seinen Bewegungsdrang ausleben. Wo kann er das besser als außerhalb der Siedlungen. Aber ebenso wie Sie freut sich der Landwirt nicht über ungebetene Gäste auf seinem Privatbesitz. Dass nur die Weiden eingezäunt sind, bedeutet nicht, dass ungesicherte Flächen betreten werden dürfen. Stellen Sie sich vor, alle Flächen würden nicht zum Schutz des Spaziergängers vor den Weidentieren, sondern müssten zum Schutz der landwirtschaftlichen Kulturen vor den Spaziergängern eingezäunt sein. Die Agrarlandschaften würden viel von ihrem Reiz verlieren. Achten Sie also das Privateigentum der Landwirte.
Und wenn Sie für Ihren Hund einen Stock ins Feld werfen, sorgen Sie unbedingt dafür, dass er diesen auch findet und zurückbringt. Schon manches Mähwerk wurde durch diese Hinterlassenschaften beschädigt. Meiden Sie auf jeden Fall derartige Spiele in hochgewachsenen Felder. Ihr Hund oder Sie werden bei der Suche eine unerwünschte Spur im Pflanzenbestand hinterlassen.  
 
Sicherheit geht vor!
Das Wegenetz in und für die Landwirtschaft besteht meist aus schmalen, in der Regel befestigten Wegen, die keine ausgewiesenen Rad- und Wanderwege sind. Die breiten und schweren landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge können auf den Wirtschaftswegen die Wegränder nicht befahren, um sie nicht zu beschädigen. Sie als Wanderer, Spaziergänger und Radler sind da flexibler. Also: Weichen Sie bitte rücksichtsvoll aus. Und halten Sie einen ausreichenden Sicherheitsabstand. Landwirtschaftliche Fahrzeuge sind gelegentlich unübersichtlich. Der Radfahrer kann sich im „toten Winkel“ befinden!
Die Verschmutzung landwirtschaftlicher Wege lässt sich nicht ausschließen und nicht immer wird der Landwirt die Wege sofort reinigen können. Gerade bei regnerischer Witterung kann das für Radler gefährlich werden.
Während der Erntezeit und vor schlechtem Wetter bricht in der Landwirtschaft gelegentlich Hektik aus. Das Getreide muss trocken geborgen werden und die Feldbestellung vor dem Regen beendet sein. Jetzt ist doppelte Vorsicht und Rücksicht gefordert.

Die Landschaft ist kein Müllplatz
Ob aus Unachtsamkeit oder Absicht: Der Mensch neigt dazu, seine Anwesenheit anzuzeigen. Die Reste einer Rast am Wegrand oder auf der Wiese sind nicht nur optisch unfein. Glasscherben und Metallteile können im Futtertrog landen und die Nutztiere massiv gefährden. Tierärzte kennen die verheerenden Folgen menschlicher Nachlässigkeit. Nehmen Sie also wieder mit, was nicht in die Landschaft gehört.