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Während in Europa nur Mais mit gelben Körnern angebaut wird, ist die Vielfalt in Südamerika deutlich größer. Hier bringen heute noch die uralten Züchtungen der Maya Mais in verschiedensten Färbungen hervor, von gelb-orange über rot,
blau bis hin zu schwarz.
Merkmale
Mais gehört wie unsere anderen Getreidearten zur Familie der Gräser (Poaceae). Er wird 1,5 bis 2,5 m hoch. Botanisch betrachtet unterscheidet er sich von den anderen Getreidearten durch seine einhäusige Getrenntgeschlechtlichkeit (Monözie). Die männlichen Blüten entwickeln sich am Ende der Sprossachse in Rispenform. Die weiblichen Blüten bilden sich an Nebenachsen der Hauptsprossachse jeweils an den Ansatzstellen der Blätter. Der Blütenstand ist ein Kolben, der von Hüllblättern (Lieschblättern) umgeben ist.
Nutzung
Die Körner finden in Kraftfuttermischungen für Tiere Verwendung. Für die menschliche Ernährung wird einheimischer Mais hauptsächlich zu Speisestärke verarbeitet. Für andere Nutzungsarten wie Cornflakes, Gemüsemais oder Popcorn wird der Mais in erster Linie in Südeuropa produziert. Bei der Stärkeproduktion fällt als Nebenprodukt Maiskeimöl an. Es dient als Salatöl oder für die Margarine- und Mayonnaiseherstellung. Für die Industrie stellt es einen Rohstoff für Farben, Linoleum und Seife dar.
Der Erntezeitpunkt richtet sich nach der Nutzung. Beim Silomais, der als Viehfutter Verwendung findet, werden die ganzen Pflanzen Ende September/Anfang Oktober geerntet. Mit einem Maishäcksler werden sie zerkleinert, anschließend in Silos verfestigt und luftdicht gelagert. Durch die einsetzende Milchsäuregärung entsteht einhaltbares, eiweißreiches Winterfutter für Rinder.
Herkunft
Mais stammt aus Mittelamerika. In der Region zwischen Peru und Mexiko wird er seit 7.000 Jahren angebaut. Er ist eine reine Kulturpflanze, deren Wildform unbekannt ist. Die ersten Maiskörner brachte Christoph Kolumbus von seiner zweiten Entdeckungsfahrt mit nach Europa. Dort wurde er ab 1525 in Südspanien angebaut. In Mitteleuropa fand der Maisanbau ebenfalls seit dem 16. Jahrhundert statt, wobei sich die Anbaugebiete auf die wärmeren Regionen des Rheintals beschränkten. Erst nach den Ausfällen der Kartoffelernten in den Jahren 1805/06 und 1846/47 begann die Züchtung robusterer, dem kalten Klima besser angepasster Maissorten. Seit etwa 1970 wird Mais großflächig in Mitteleuropa angebaut. Weltweit ist Mais die wichtigste Stärkepflanze.
Anbau
Mais ist ursprünglich eine sehr frostempfindliche Art der Tropen und Subtropen. Erst durch Züchtung wurde der Anbau auch in kälteren Zonen möglich. Mais wird Mitte bis Ende April gesät. Pro Quadratmeter wachsen ca. 6-8 Pflanzen in Reihen. Zur Keimung benötigt er Temperaturen über 8 °C. Sein Wasserbedarf ist mit 500–700 mm Jahresniederschlag nicht besonders hoch, seine Ansprüche an den Boden sind gering. Mais gehört zu den so genannten C4-Pflanzen. Diese sind besonders gut an trocken-heiße Standorte mit hohem Lichtangebot angepasst. C4-Pflanzen nutzen das vorhandene Kohlendioxid im Vergleich zu C3-Pflanzen (z.B. Weizen, Gerste...) viel besser. Diese können diesen Nachteil nur durch eine längere Vegetationsphase ausgleichen.
Bioenergie auf dem Vormarsch
Auf Basis heimischer Rohstoffe kann die Bioenergie in 2020 einen Marktanteil von je 10 % im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor erreichen, ohne den Umwelt- und Naturschutz zu beeinträchtigen oder in Konkurrenz zu anderen Nutzungen der Biomasse zu treten.
Bioenergie kann in unterschiedlichster Form genutzt werden, dementsprechend groß ist die Vielfalt der Bioenergieanlagen in Deutschland. In 2006 waren zum Beispiel 70.000 Holzpelletheizungen, 160 Biomassekraftwerke, 3.500 Biogasanlagen, 1.100 Holzheizwerke und rund 50 Biokraftstoff-Produktionsanlagen installiert.
Was steckt im Holz
Der Energiegehalt von Holz, der so genannte Heizwert, ist vom Wassergehalt des Holzes abhängig. Holzpellets weisen in der Regel einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg auf. Damit können bereits 2 kg Holzpellets 1 Liter Heizöl ersetzen. Ein Raummeter Holz (450 kg = 2.000 kWh) entspricht 210 l Heizöl, 262 kg Steinkohle oder 210 m³ Erdgas.
In Deutschland bleiben jährlich rund 20 Mio. m³ des Holznachwuchses in den Wäldern ungenutzt.


