klimaschutz
Biokraftstoffen in Deutschland
Analog zur Verwendung von Holz in Biomasseheizkraftwerken werden vermehrt Pflanzen gezielt zur Verfaulung in Biogasanlagen, d.h. zur Produktion von Biogas angebaut. Dies können im Prinzip alle ackerbaulich genutzten Früchte oder Gras sein. Aktuell (2004) ist die Nutzung von Mais, Getreide (Acker) und Gras (Wiese) am weitesten verbreitet.
Zur Abschätzung der Nutzung für die Leistungserzeugung bei durchschnittlichem Wirkungsgrad:
- 1 ha Mais = ca. 2 kW elektr. Dauerleistung
- 1 ha Getreide = ca. 1,5 kW
- 1 ha Gras = ca. 1 kW
- Gülle von 1 Kuh = ca. 0,15 kW
Beispiel: Mit der Gülle von 4 Kühen bzw. von 32 Schweinen oder mit dem Ertrag von 6.000 Quadratmeter Silomaisfläche könnte man genügend Biogas herstellen, um einen Vier-Personen-Haushalt mit elektrischer Energie zu versorgen.
Ausschlaggebend für die Gesamteffizienz der Bodennutzung ist jedoch die Kulturfolge. Wenn eine Kultur mit hohem Energieertrag die einzige wirtschaftlich nutzbare Kultur im Anbaujahr darstellt, ist dies u.U. insgesamt weniger effizient, als der auf das Jahr verteilte Anbau mehrerer wirtschaftlich (d.h. als Nahrungs-, Futtermittel oder Biogas-Ausgangsstoff) nutzbarer Kulturen mit jeweils geringerem Energieertrag.
Ziel: 100 Mio. Tonnen
Mit der Nutzung der Bioenergie konnten in 2006 bereits 50 Mio. Tonnen CO2-Emissionen sowie weitere 2 Mio. t CO2-Äquivalent Methanemissio-nen eingespart werden.
Bei einer konsequenten Nutzung der Bioenergiepotenziale in Deutschland könnten bis 2020 bis zu 100 Mio. Tonnen CO2-Emissionen jährlich vermieden werden.


