grummet

Silage
Silage

Grummet?

Regional unterschiedlich wird in Süddeutschland nur der erste Schnitt als das eigentliche Heu bezeichnet – er enthält aufgrund der holzhaltigen Grashalme weit mehr Faserstoffe und ist besonders für Pferde geeignet.

Der zweite und die weiteren Grasschnitte – heute werden Heuwiesen bis sechs mal im Jahr geschnitten – werden Grummet (auch Grünmat von grün Mahd) genannt, in Süddeutschland und der Schweiz auch Öhmd, Ohmed, Amet, oder Emd.

In Norddeutschland findet diese Unterscheidung nicht statt, dort wird getrocknetes Gras allgemein als Heu bezeichnet. Der 1. Schnitt wird in heutigen Produktionsverfahren nicht als Heu, sondern weit überwiegend zu Silage konserviert, um den Gesamtertrag des Grünlandes zu erhöhen.

Grummet ist kürzer und enthält mehr Kräuter. Es ist aufgrund eines relativ zum 1. Schnitt früheren Schnittzeitpunkts nährstoffreicher bzw. hat einen niedrigeren Anteil an Strukturkohlenhydraten als Heu. Grummet ist wegen seines hohen Eiweißgehalts besonders für Milchvieh als Futter geeignet. Aufgrund der Kolikgefahr kann es für Pferde dagegen sogar gefährlich sein.

 

Grünland – Grundfutter fürs Vieh
Als Grünland bezeichnet man alle Flächen, die dauernd oder vorüber-gehend als Wiesen und Weiden genutzt werden. Viele Grünlandflächen können wegen starker Hangneigung, dünner Bodendecke, hoher Jahres-niederschläge in der Region oder kurzer Vegetationsdauer (z.B. in den Bergen) nicht als Acker genutzt werden.
Die heutigen Grünlandflächen entstanden vor allem durch Rodung und Beweidung. Nur in den Gebirgen über der Baumgrenze gab es größere Grünlandflächen.
Das Gras der Wiesen ist vor allem die Futtergrundlage für  die Rinder-haltung und die Milchproduktion. 95 % des Grünlandertrages gelangen über die Viehhaltung als Wirtschaftsdünger (Mist und Jauche) wieder in den Nährstoffkreislauf zurück. Der Rest verlässt den Betrieb über die Milch- und Fleischproduktion.


Die Wiese – unterschiedlichste Pflanzengesellschaften
In Mitteleuropa findet man auf Dauergrünland insgesamt ca. 1.600 verschiedene Pflanzenarten. Abhängig von verschiedenen Faktoren bilden sich auf den Wiesen unterschiedlichste Pflanzengesellschaften. Faktoren sind die Wasserverhältnisse (Niederschläge, Grundwasserstand usw.), die Bodenart und der Nährstoffgehalt, das Klima (Höhenlage, Vegetationsdauer, mittlere Jahrestemperatur usw.) und andere Standortbedingungen wie z.B. Beweidung, Häufigkeit der Mahd.

Zeigerpflanzen
Welche Bedingungen Pflanzen an ihrem Standort vorfinden, zeigt die Häufigkeit des Vorkommens bestimmter Arten. Große Brennessel und scharfer Hahnenfuss zeigen stickstoffreichen Boden an. Der Kleine Sauer-ampfer und die Hundskamille weisen auf den sauren, Vogelmiere und Ackersenf auf alkalischen Boden hin. Das Wiesenschaumkraut weist auf hohe Feuchtigkeit hin, Acker-Schachtelhalm und Ackerminze stehen mit den Wurzeln im Wasser. Stark verdichteten Boden zeigen die Gemeine Quecke und der kriechende Hahnenfuss an. Typischer Schattenzeiger ist der Sauerklee und der Giersch.